Keinohrhund

Bea ist im Krankenstand. Sie hatte einen kirschgrossen Knubbel direkt hinter dem Ohr, langsam gewachsen, beweglich und nicht schmerzhaft. Vor der Prüfung sollte sie nicht unters Messer. Aber jetzt musste das Ding raus!

Eine ungünstige Stelle, schlecht zu verbinden, deshalb hat der TA gestern den ganzen Kopf eingewickelt.

Bea gefällt das garnicht. Schmerzen scheint sie nicht zu haben, aber das Ding am Kopf stört gewaltig. Sie versucht es los zu werden und reibt überall entlang. Und schlecht gelaunt brummt sie die anderen Hunde an, obwohl die nichts dafür können.

Morgen gehen wir auf Reisen. Hoffentlich hält der Verband bis Montag.

Scheinträchtig

Seit zwei Tagen ist Bea wie umgewandelt, von jetzt auf gleich hat sie die Decke unterm Terrassentisch als ihre Höhle auserkoren, liegt dort, knurrt die anderen Hunde an und will nicht mehr rauskommen.

Sie hat ja schon immer gern ihre „Höhle“ aufgesucht, die Box im Zimmer, aber das ist jetzt doch was anderes. Und sie will fast gar nicht mehr mit Coline spielen, knurrt sie an, während sie vorher von den wilden Raufereien und Rennspielen garnicht genug bekommen konnte.

Wenn ich richtig nachrechne, ist es genau neun Wochen her, als sie heiss war – gerade so zur JP in Thüringen war es zu Ende. Dann haben wir auch noch festgestellt, dass nicht nur das Gesäuge leicht angeschwollen ist, sondern auch Sekret absondert. Jetzt wundet mich auch nicht mehr, das sie die letzten Tage nur um den Welpenauslauf herumgetanzt ist und Yaska’s Welpen (ihre Halbgeschwister) mit seltsamen Lauten an den Zaun gelockt hat.

Madame ist ganz einfach scheinträchtig. Das ist zwar keine Krankheit, die Auswirkungen sind aber doch etwas heftig, weshalb wir heute zum TA fahren. Ob es von den vorhandenen Welpen noch zusätzlich provoziert wird?

Sie bekommt Galaktofin, was wir schon mal bei Wendy wegen ähnlichen Problemen hatten.

Nach dem Abendessen ist sie wieder auf der Terrasse unter dem Tisch verschwunden und wollte nicht mehr hervorkommen. Ich hoffe, dass die Medizin wirkt und, wenn die Milch zurückgeht, sie auch im Kopf wieder normaler wird.

 

Maulkorb-Pflicht

Das Bein sieht heute schon besser aus.

Nachdem wir Wendy und Bea die letzte Woche nur getrennt frei laufen hatten, sowohl im Garten als auch im Haus, soll jetzt die Phase der Resozialisierung beginnen, zunächste beide mit Maulkorb.

Nach einer halben Stunde Gewöhnung an das unbequeme Teil versuchen wir es mal.  Wendy bleibt zunächst noch drin, und als sie später rauskommt hätte es fast wieder gerasselt, mit Maulkorb passiert aber nichts.

Da die Aggression mehr von Bea ausgeht, darf Wendy wieder „ohne“ laufen, sie geht der „Bestie“ eher aus dem Weg. Bea wird das Teil noch öfter tragen dürfen.

Übrigens dürfte die Hitze fast vorbei sein, eine ausgeprägte Standhitze, wo sie sich auch von den anderen Hündinnen besteigen lässt, war nicht zu beobachten.

Beim Tierarzt

Das Bein ist noch dicker geworden und sie schont leicht, weshalb abends ein Besuch beim TA ansteht. Das Üben und die Anstrengung bei der Prüfung, wo sie etliche km zurückgelegt hat, waren doch etwas zuviel für die noch nicht ganz ausgeheilte Verletzung.

Nach einer Spritze und Tabletten für die nächsten Tage sollte es sich aber bald bessern.

Und sie soll geschont werden, leicht gesagt bei dieser wilden Nudel. Aber jetzt steht ja keine Prüfung mehr an und der „normale Wahnsinn“, wenn sie im Garten tobt, wird schon nicht schaden.

Fäden ziehen

Die Wunde ist ausgesprochen gut verheilt, nichts geschwollen und keine Lahmheit. Heute habe ich selbst die Fäden gezogen (5 Stück) – nach 10 Tagen. Die Haare am Bein wachsen schon wieder stark nach, so dass man es kaum noch sieht.

Röntgentermin

Nach Ostern haben sich die beiden Streithähne wieder arrangiert, allerdings ist Wendy bereits einen Tag früher abgereist. Wir haben Donnerstags auf der Heimreise einen Umweg eingeplant zu Dr. Schunk.

Nun ist Bea geröntgt und es ist alles in Ordnung!

Abends war sie noch etwas benommen und brummig gegen die anderen Hunde, am nächsten Tag schien alles wieder in Ordnung.

Der Hund ist im Eimer

Nach der Beisserei mit Wendy musste die Wunde am Bein genäht werden und Bea bekam vom TA einen Trichter verpasst, sogar durchsichtig und mit rosa Pfötchen. Sie war noch nicht richtig wach und musste ins Auto getragen werden. Mit Trichter in der Box bekam sie Panik, weshalb wir sie lieber auf die Rückbank setzten. Die Fahrt nach Hause überstand sie liegend und stark sabbernd.

Die erste Nacht durfte sie auf einem grossen Handtuch neben mir im Bett verbringen, ohne Trichter, aber unter Aufsicht. Irgendwann liess das Sabbern nach und sie hat gut durchgeschlafen.

Am nächsten Morgen wurde der „Eimer“ mit den rosa Pfötchen wieder angepasst. Am liebsten wäre sie ihn gleich wieder losgeworden und ständig hatte man Hund mit Trichter in den Kniekehlen. Sie ist dann auch damit im Gelände herumgerannt, mit den anderen Hunden.

Da sie dabei aber immer schnüffeln wollte und den Trichter in Eis und Schnee gestossen hat, konnte dieser den zweiten Tag nicht wirklich überleben, am unteren Rand ist eine grössere Ecke ausgebrochen.

Da sie keinen Versuch machte, an der Wunde herumzulecken – es schien gut zu heilen und nicht zu schmerzen – haben wir uns dann für „ohne Eimer“, aber unter Kontrolle entschieden. War auch an den nächsten Tagen kein Problem.

OP am Ostersonntag

Nach der Beisserei zwischen Bea und Wendy am späten Nachmittag schauten wir uns den Schaden an: Wendy schien trotz allem unverletzt und kam erst mal in die Kiste, Bea hatte einen grossen klaffenden Riss am Vorderlauf. Was nun?

Peter anrufen, welchen Tierarzt er kennt. Er empfiehlt uns Dr. Zundl aus Aspang, der auch sofort zur Behandlung bereit ist. Dort war ich noch nie, ist aber jetzt – auch von der Entfernung – die günstigste Alternative.